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Eberswalde, Prignitz – Virginia, Guido, Bonn, Bremen, Stuttgart

Probewohnen verlost
Berlin platzt aus allen Nähten und auch im Speckgürtel um die Hauptstadt wird es langsam eng. Davon profitieren zunehmend Brandenburger Regionen, die weiter ab vom Schuss liegen, aber mit kurzen Wegen und bezahlbaren Mieten punkten. Auch Eberswalde will diesen Trend für sich nutzen. berliner-zeitung.de, 13.11.2018

Chance für die Prignitz
Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, berichtete, dass Falkenhagen wie auch Perleberg/Wittenberge als Vorhaltefläche für Großansiedlungen im Fokus der Landesregierung seien. Hintergrund dafür: Im Speckgürtel von Berlin oder auch in den Randbereichen anderer Großstädte sind industrielle Neuansiedlungen nicht mehr überall gern gesehen, so dass man nach neuen Standorten Ausschau hält – eine Chance vielleicht auch für die Prignitz. maz-online.de, 13.11.2018

Ende der Bezos-Show
238 Städte hatte der Amazon-Chef antanzen lassen bei der angeblich ergebnisoffenen Standortsuche. Bürgermeister von Städten wie Detroit schickten Bettelbriefe und versprachen Steuerrabatte. Jetzt ist die Wahl gefallen – auf die beiden strukturschwachen Städtchen New York und Washington DC (Speckgürtel). facebook.com/handelsblattfinanzen, 13.11.2018

Absolutes Wohlbefinden
Lantershofen. Ein jedes Jahr, wenn die zuckerwattige Weihnachtszeit beginnt, scharrt Guildo Horn seine Orthopädischen Strümpfe um sich herum und gemeinsam bereiten sie sich auf die schönste aller Touren vor: Die „Weihnachts-Festival der Liebe“-Tour, der sogenannte Speckgürtel des absoluten Wohlbefindens. blick-aktuell.de, 13.11.2018

Bonn boomt
Seit etwa sechs Jahren beobachte man, dass sich der Markt im gesamten Stadtgebiet positiv entwickele. „Das gilt auch für Standorte im Umland, insbesondere im rechtsrheinischen Kreisgebiet“, so Udelhofen weiter. Dort könne man schon fast von einem Beueler Speckgürtel sprechen. Aber auch die Innenstadt und der Bonner Norden hätten preislich zugelegt. general-anzeiger-bonn.de, 13.11.2018

Weniger Schulden
Im Vergleich der Bundesländer ist Bremen weiterhin Schlusslicht. Das liegt insbesondere an Bremerhaven. In der Seestadt nahm die Überschuldung weiter zu. 21,22 Prozent sind der schlechteste Wert bundesweit vor Wuppertal (18,42) und Pirmasens (18,35).
Wesentlich besser sieht es im Speckgürtel aus: Die Landkreise Osterholz (8,42 Prozent / Platz 130), Oldenburg (8,52% / 137) Verden (8,8% / 158) und Diepholz (9,39% / 198) rangieren unter dem Bundesdurchschnitt. weserreport.de, 13.11.2018

Schwäbische Abwanderung

Ein wichtiges Ausbildungszentrum wandert von Bad Säckingen in den Stuttgarter Speckgürtel nach Reutlingen: Der Fall zeigt, dass der Hochrhein zunehmend mit strukturellen Problemen zu kämpfen hat. Hier ein Überblick über die größten Missstände. suedkurier.de, 13.11.2018

Oberkrämer, München

Berliner Speckgürtel wächst
Der Speckgürtel rund um Berlin wächst - so auch die Gemeinde Oberkrämer. Immer mehr Städter kommen und sorgen für Veränderungen. Nicht alle in Oberkrämer sind damit einverstanden. Von Nele Paschrbb24.de, 12.11.2018

Unkontrolliertes Auftauchen
Was die Stadt München ablehnt, taucht unkontrolliert im Speckgürtel von München wieder auf. Ohne eine gemeinsame Strategie für Logistik ist Zersiedlung die Folge. Die Idee der GVZ aus den 70er Jahren ist für Nehm aktueller denn je. Immer noch gilt es Innenstädte vom Verkehr zu entlasten, logistische Gewerbegebiete strukturiert auszubauen und Verkehre mit Anschluss an die Schiene intelligent zu bündeln. b4bschwaben.de, 12.11.2018

Besuch von Nachbarn

Von Wildschweinen zerpfügte Rasenfläche.Sie waren da. Nun also auch bei uns. Besucher, die sich benommen haben wie die Schweine – waren sie ja auch. Die Gastfreundschaft dank einer offen stehenden Tür behagte ihnen, die Rotte ließ sich nicht zweimal bitten und rüffelte durch Gras und Moos. Leider sorgfältig und flächendeckend.

Die Plagegeister machten dabei eigentlich nur das, was sie sonst auch tun. Sie durchstreiften angestammte Lebensräume auf der Suche nach Nahrung. Wildschweine sind die Stammform unserer Hausschweine und ihr vermehrtes Vorkommen in den vergangenen Jahren hat eine ganze Reihe von Gründen. Zum einen mögen sie Mais. Der wird in brandenburgischen Breiten sehr gern angebaut, sodass sich die Borstentiere einen oder gleich mehrere Besuche gönnen können. Zum zweiten sind die Rüffelnasen tierische Nachbarn, denen wir Siedler Grundstück für Grundstück das Territorium wegnehmen. So ziehen sie nicht mehr nur über Flure und Waldwege, sondern auch durch Straßen und Alleen. Pikant dabei ist, je weiter wir uns ausdehnen – Stahnsdorf hatte vor 25 Jahren nicht einmal halb so viele Einwohner wie heute - desto dichter kommen sie bei ihren Streifzügen auch in die Zentren. Zaunfelder säumen ihren Weg, und je länger diese durchgehend verschlossen sind, desto weiter dringen die Allesfresser vor. Übrigens immer der Nase nach, gut sehen können sie nicht gerade.
Und zum dritten rüsten die Schwarzkittel offensichtlich zu einer evolutionären Massenschlacht. Wegen des immer milderen Klimas hat sich die Tragezeit auf 120 Tage verkürzt, innerhalb eines Jahres kann sich die Population somit theoretisch verdreifachen. Das Volk der Biester wächst schneller als wir!


Wildschweine sind allerdings kein Raubwild. Dagegen jaulen zwar seit langem zahlreiche verletzte Hunde an, allerdings bekamen diese nach mutigem, leinenlosen Angriff nur die Macht des Stärkeren zu spüren. Wie aber sich verhalten, wenn sich so ein Schwein, nennen wir es Herr Keiler, einem in den Weg stellt? Wobei es meistens doch eher eine Frau Bache ist, die die Rotte anführt. Junge männliche Tiere haben es nicht so mit der Familie und die ausgewachsenen Keiler sind sowieso Einzelgänger. Wir sind mit großer Wahrscheinlichkeit also Nachtopfer des Matriarchats geworden. Was aber nun tun bei einer Begegnung?
Die wichtigsten Faustregeln: sich lautstark bemerkbar machen, hastige Bewegungen vermeiden und besondere Vorsicht walten lassen, wenn Frischlinge in der Nähe sind oder es sich um ein verletztes Tier handelt. Im Wald flüchtet das Tier schon auf 150 Metern Entfernung, im Siedlungsraum versagt den Vierbeiner erst auf fünf Metern der Mut. Weitere wertvolle Hinweise geben die Stahnsdorfer Gemeindeverwaltung und die Jagdgenossenschaft Stahnsdorf-Kleinmachnow auf ihren Internetseiten.

Jetzt überlege ich nur noch, ob ich Weihnachten statt Gänsekeule mal Wildschwein-Ragout favorisiere. Strafe muss schließlich sein, oder? Andererseits: Schonzeit haben die Nimmersatte schon länger nicht mehr.

14532

Briefzentrum Stahnsdorf. Foto: mho
14532 – das ist die Postleitzahl für meinen Heimatort Stahnsdorf, aber auch gültig für Kleinmachnow, Fahlhorst, Nudow und Philippsthal. Ich wohne hier mit ein paar Unterbrechungen bereits seit 1978, bin ein "Eingeheirateter", der aus Ludwigsfelde stammt. Die W50-Stadt war bei meiner Geburt noch unter 2, später 1720 geführt und schließlich mit der PLZ 14974 erreichbar, wenn ich meinen Eltern schreiben wollte.

Erste Postleitzahlen gab es in Deutschland schon 1853. Da verwendete die Thurn und Taxische Postverwaltung sogenannte Ringnummernstempel. 1917 veröffentlichte Carl Bobe ein Orgaschema und gliederte Deutschland erstmals in Großräume, regionale Gebiete und örtliche Bereiche. Im Zweiten Weltkrieg sollten Feldpostnummern helfen, die Post zwischen Soldaten und Familien schneller zu befördern, auch für Päckchen gab es ein Extrasystem, weil es immer schwieriger geworden war, Fachkräfte mit ausreichend geographischem Wissen für die Sortierung zu finden. Zum 1. November 1943 wurden im Deutschen Reich ein- bzw. zweistellige Nummerierungen für alle Sendungen eingeführt. Genutzt wurden sie allerdings meist nur durch behördliche Stellen, die Menschen hatten in den letzten Kriegsmonaten gänzlich andere Sorgen.

Vergißmeinnicht – Die Postleitzahl

Nach dem Krieg wurden die Zweisteller weiterverwendet, sogar lange Jahre einheitlich für Ost und West. Von den Bürgern jedoch häufig nur nach dem Zufallsprinzip. 1952 wurden beispielsweise nur ein Drittel aller Sendungen mit der richtigen Zahlen- oder Kleinbuchstabenkombination versehen. Dass dann zuerst die Bundesrepublik 1962 ein eigenes System entwickelte, hatte also weniger mit dem Mauerbau zu tun, sondern mit der zunehmenden Logistik im Brief- und Paketverkehr. Begleitet wurde die Einführung durch eine Samstagabendshow mit Peter Frankenfeld unter dem Titel "Vergißmeinnicht – Die Postleitzahl". Die DDR folgte 1965, Stahnsdorf, bisher wie Ludwigsfelde der Postleitzahl 2 zugehörig, war fortan unter 1533 addressiert, Teltow unter 1530 und Kleinmachnow unter 1532. Deutschland war das erste Land der Welt, das Postleitzahlen verwendete, die USA folgten 1963, Frankreich 1965 die Niederlande beispielsweise erst 1978.

Nach der Wende wurden schließlich zum 1. Juli 1993 die heute gebräuchlichen Postleitzahlen eingeführt. POSTDIENST-Direktor Heimo Thomas hat dies im "Archiv für deutsche Postgeschichte" ausführlich dargestellt. Unter anderem wurden dabei 800 Doubletten entfernt. 5300 stand bis dahin nämlich ebenso für Bonn wie für Weimar. Das Postleitzahlenbuch von 1993 war 1000 Seiten stark, 1,3 Kilogramm schwer und wurde in einer Auflage von 34 Millionen Exemplare durch fünf Druckereien als "größter Druckauftrag aller Zeiten" hergestellt. Briefträger, die die Wälzer anschließend persönlich beim Kunden ablieferten, erhielten als "Erschwerniszulage" 60 Pfennig pro Buch, Beamte sogar zehn Pfennig mehr.

Seit 2. Mai 1996 hat Stahnsdorf sogar ein "eigenes" Briefzentrum Berlin-Südwest an der Ruhlsdorfer Straße. Es bearbeitet etwa 1,5 Millionen Postsendungen am Tag für die Postleitregion "14", verkraftet aber das Doppelte – zum Beispiel zu Weihnachten. Interessante Fakten zum Stahnsdorfer Briefzentrum hat die Märkische Allgemeine anlässlich des 20-jährigen Jubiläums 2016 veröffentlicht.

Rasiert statt gespielt

Der Kracher Dortmund – Bayern hält, was er verspricht. Die 65. Minute ist angebrochen. Bayern führt 2:1, Dortmund drückt. Gerade hat Leon Goretzka einen Dortmunder unbeholfen und vor allem erfolglos beackert, doch zum Glück geht dessen Schuss weit rechts oben über das Tor. Im Großbild wird anschließend Mats Hummels mit vom Schmerz verzogenen Gesicht eingeblendet. Die Auswechslung des Ex-Dortmunders hatte sich angekündigt und wird nun vollzogen. Hummels also, der mit zwei kapitalen Fehlern einer der schwächsten Münchner bis dato war. Was wohl Reporter Wolf-Christian Fuss nun zu sagen hatte. Es bleibt ungehört, denn Sky blendete eine 25 Sekunden lange und vor allem den Bildschirm füllende Werbung ein. In der sind Robert Lewandowski, Jerome Boateng und Joshua Kimmich rasiert zu sehen, nur der ins Spiel kommende Niklas Süle nicht. Im Netz tobte Kündigungswut, aber auch Humor hatte Konjunktur: ("Hab Stress mit meiner Freundin, weil ich sie angeschrieen habe warum sie mitten im Spiel umschaltet.")

Sky entschuldigte sich alsbald, beabsichtigt war das Ganze wohl nicht, denn geteasert wurde die Werbung mit Ergebnissen des Spieltages zwei Wochen zuvor.

Aber wenn das nun doch ein geheimnisvolles Pilotprojekt war? So nach der Devise, mal testen, was geht? Dann lassen die äußerst heftigen Reaktionen keinen Zweifel zu: Das Ende der Werbetauglichkeit von TV-Zuschauern ist erreicht. Sky mit einem Tabubruch. Obwohl – um genau zu sein – nicht eine einzige Sekunde Spielgeschehen verloren ging, denn pünktlich zur eigentlichen Spielfortführung war der Sender wieder live.

Das wiederum hatte zwei Gründe: Erstens ließ sich Manuel Neuer exakt so lange wie die Werbung lief, Zeit mit Ball holen, hinlegen und zum Abstoß anlaufen. Zweitens hatte Sky aus welchen Gründen auch immer nicht den 50-sekündigen Komplett-Spot der Kampagne gesendet.